Das Einwanderungsamt greift ein
Einwanderungsamt greift ein

Hoffnung für chinesische Gastarbeiter

In einem weiteren Fall grober Ausnutzung von Gastarbeitern in Schweden zeichnet sich jetzt für die Betroffenen Hoffnung ab.

Sechs chinesische Arbeiter, die beim dem Göteborger Unternehmen Asian Food für Löhne weit unter Tarifniveau 80 Stunden pro Woche gearbeitet und in Baracken ohne Zugang zu Warmwasser gearbeitet hatten, können nach Anweisung des Einwanderungsamtes bis auf Weiteres in Schweden bleiben und  Arbeit suchen. Der Arbeitgeber hatte die Chinesen entlassen und sie ohne den ihnen zustehenden Lohn für Juni nach Hause schicken wollen. 

Eine Sprecherin des Einwanderungsamtes sagte, es obliege nicht dem Arbeitgeber, zu entscheiden, ob Arbeitskräfte Schweden verlassen müssten oder nicht. Dies sei Angelegenheit des Amtes, das den Fall der sechs Chinesen derzeit prüfe. Schweden hatte 2008 seinen Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus Ländern außerhalb der EU geöffnet. Arbeitgeber können seither Arbeitskräfte aus der ganzen Welt beschäftigen, die auf diese Weise eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Seit Inkrafttreten der neuen Regeln wurden zumal in der Sommersaison häufig Fälle der Ausnutzung von Arbeitskräften bekannt. Nach der Verschärfung entsprechender Gesetze wurden mehrfach auch Gastarbeiter aus EU-Mitgliedsländern wie Rumänien massiv ausgebeutet.

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