Sagt, was er denkt: Carl Bildt
"Abstossend und unmenschlich"

Bildt verurteilt russische Anti-Homo-Gesetze

Außenminister Carl Bildt hat am Montag auf Twitter die zunehmende Unterdrückung Homosexueller in Russland verurteilt. Zuvor hatte er ebenfalls auf Twitter Sorge über die Lage in Ägypten geäußert.

Das kürzlich in Russland verabschiedete Gesetz zum "Verbot homosexueller Propaganda" befördere Hass auf Homo-, Bi- und Transsexuelle, so Bildt auf der Kommunikationsplattform. Dies sei "abstoßend" und "unmenschlich". Mit der Wortmeldung auf Twitter reagierte der Außenminister offenbar auf einen kurz zuvor veröffentlichten Appell des Pride-Festivals. Die Organisatoren der am Dienstag in Stockholm beginnenden Veranstaltung hatten schwedische Politiker aufgefordert, zur Lage Homosexueller in Russland Stellung zu beziehen.

Am Wochenende hatte Bildt ebenfalls bei Twitter mit einem Wortwechsel mit Ägyptens Botschafter in Schweden für Aufsehen gesorgt. Bildt hatte betont, die ägyptischen Sicherheitskräfte könnten sich vor ihrer Verantwortung für zahlreiche Todesopfer in jüngsten Demonstrationen "nicht drücken“. Botschafter Osama Elmagdoub hatte gekontert, bei den Opfern in Kairo habe es sich nicht um "friedliche, unschuldige Zivilisten, sondern um einen bewaffneten Mob" gehandelt. Für Schweden sei dies offenbar schwer zu begreifen. "Sie haben sich also selbst erschossen? Nächster Versuch", twitterte daraufhin sarkastisch der schwedische Außenminister.

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