Die Tests sollen im Atomkraftwerk Ringhals laufen
Mehr Unabhängigkeit?

Bedenken gegen Vattenfalls Atom-Geschäfte mit Russland

Die Pläne des staatlichen Energieversorgers Vattenfall, nukleare Brennstäbe aus Russland zu beziehen, stoßen in Schweden auf anhaltende Kritik. 

Vattenfall plane den erstmaligen Kauf entsprechender Ausrüstung aus Russland zu einem Zeitpunkt, da die Europäische Union die Abhängigkeit von russischer Energie einzuschränken suche, schreibt die Tageszeitung Svenska Dagbladet. Das Blatt zitiert unter anderem den energiepolitischen Sprecher der Grünen, Per Bolund. Schweden mache sich mit dem Geschäft nicht nur energiepolitisch abhängig, sondern helfe Russland überdies indirekt, seine Atomwaffenmacht aufrecht zu erhalten, so Bolund. Torbjörn Wahlborg, Leiter von Vattenfalls Atomkraftdivision, sagte, bisher werde Vattenfall vor allem aus den USA und Frankreich beliefert. Die Erweiterung des Kreises der Lieferanten mache das Unternehmen unabhängiger. Vattenfall hatte im Frühjahr 2012 einen Vertrag mit dem russischen Hersteller ROSATOM TWEL über die Lieferung von Brennstäben geschlossen. Diese sollen zunächst in einem Pilotprojekt getestet werden. Bei positiven Ergebnissen können die Lieferungen laut Wahlborg frühestens 2020 beginnen.

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