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Wohnen in Schweden

Kommunale Vermieter bespitzeln Mieter

Publicerat onsdag 31 juli 2013 kl 11.21
"Beklemmend und unverständlich"
(2:28 min)
Höghusen i bostadsområdet Elineberg ingår i det bestånd som Rikshem köpt av Helsingborgshem. Foto: Bosse Johansson/Sveriges Radio
Was weiß der Vermieter über Dich? Foto: Bosse Johansson/Sveriges Radio

Kommunale Wohnungsgesellschaften in Schweden registrieren integritätsverletzende Angaben über ihre Mieter in weit größerem Ausmaß als bislang angenommen.

Acht von elf Unternehmen, die das schwedische Fernsehen untersuchte, speichern handfeste Daten zu Krankheiten und Lebenseigenheiten ihrer Mieter, aber häufig auch reine Gerüchte.

„Als Mieter fühle ich mich ziemlich gekränkt, wenn ich höre, dass die Wohnungsbaugesellschaft über uns solche Daten in ihren Registern führt.“ Abdiaziz Gerare wohnt in einem Haus der kommunalen Wohnungsgesellschaft Framtiden, die bereits im vergangenen Frühjahr in die Schlagzeilen geriet, als bekannt wurde, dass sämtliche vier Wohnungsgesellschaften der Stadt Göteborg ihre Mieter bespitzeln. Da wurden Angaben über Krankheiten – „Leidet an Krebs“, „Hat Stroke gehabt“, „Seit Monaten Krankgeschrieben“ – gespeichert, aber auch reine Gerüchte, die von anonymen Anrufern über Mieter eingingen. „Die sind alle beide kriminell, sagt der Anrufer“, kann da etwa in der Datenbank über ein Bewohnerpaar stehen.

Kein Einzelfall

Damals im Frühjahr dachte man noch, die Registrierungen in Göteborg seien Einzelfälle. Daraufhin untersuchte das Regionalprogram Västnytt des Schwedischen Fernsehens landesweit die Praxis in kommunalen Wohngesellschaften, die für die Verwaltung ihrer Kundendaten dasselbe Computerprogram wie die Göteborger verwenden. Das Ergebnis ist mehr als deutlich: Göteborg war durchaus kein Einzelfall. Von elf untersuchten Unternehmen sammeln acht Daten über das Privatleben ihrer Bewohner.

Übereinkunft bereits 2006

Wozu die Vermieter die Daten verwenden, ist nicht bekannt. Fest steht lediglich unzweifelhaft, dass die Praxis unzulässig ist. Bereits 2006 unterzeichneten Mieterbund und Vermieterverband eine deutliche Übereinkunft darüber, welche Daten registriert werden dürfen. Ein Papier, dass die Wohungsunternehmen seither offenbar konsequent ignoriert haben.

 Beim Mieterbund reagierte man mit Bestürzung auf die Tatsache, dass trotz der medialen Aufmerksamkeit vor einem halben Jahr weiter registriert wird.

„Es ist beklemmend und unverständlich, dass man dies tut. Es ist erstaunlich, dass weiterhin registriert wird. Wir nehmen diese Sache sehr ernst“, sagt die Justiziarin des Mieterbundes, Susanna Skogsberg.

Leif Jakobsson, Sozialdemokrat und Vorsitzender des Dachverbandes der kommunalen Wohungsbauer, ist ebenso deutlich. „Es gibt Regeln dafür, was man registrieren darf und was nicht. Diese Art der Angaben gehört nicht dazu.“

Luise Steinberger
Quelle: Sveriges Television Västnytt

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