Turbulenz vor der russischen Botschaft (hier: "Femen"-Aktivistinnen; Foto: Jonas Ekströmer/Scanpix)
Gesetze gegen Homosexuelle

Festnahmen vor russischer Botschaft

Vor der russischen Botschaft in Stockholm fanden am Donnerstagmorgen Demonstrationen gegen die wachsende Unterdrückung von Homosexuellen in Russland statt.

An die 200 Menschen protestierten nach Angaben des Schwedischen Fernsehens  gegen kürzlich eingeführte homosexuellenfeindliche Gesetze. Zuvor hatten sich in einer separaten Aktion zwei Mitglieder des feministischen Feme-Netzwerks Zugang zum Botschaftsgebäude verschafft. Die Frauen wurden wegen unerlaubten Eindringens festgenommen.

Schwedens Außenminister Carl Bildt hatte zu Wochenbeginn auf Twitter gegen das im Juni eingeführte Gesetz protestiert, das "Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Verbindungen" gegenüber Jugendlichen in Russland verbietet.

Die Lage Homo-, Bi- und Transsexueller in Russland wird auch auf dem derzeit in Stockholm stattfindenden Pride-Festival thematisiert. Die Verfolgung von HBT-Personen in Russland unter Präsident Wladimir Putin gehöre zu den "barbarischsten Formen von Diskriminierung" in Europa seit den 1940-er Jahren, sagte der Künstler Alexander Bard in seiner Eröffnungsrede am Mittwochabend. Die schwedischen Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Russland im kommenden Jahr forderte er auf, in die OS-Arena unter der Regenbogen-Flagge, als Symbol für den Kampf um HBT-Rechte, einzuziehen.

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