Die Öresund-Brücke verbindet Malmö mit Kopenhagen
Polizei zuversichtlich

Malmö: Bald Urteile wegen Hassverbrechen?

Die Polizei in Malmö ermittelt gegenwärtig in fünf Fällen so genannter Hassverbrechen und schätzt die Chancen für eine Verurteilung der Täter positiv ein.

Das sagte Thomas Bull, Leiter des Dezernats für Hassverbrechen in Malmö, gegenüber Radio Schweden. In jüngster Zeit war die multikulturelle Stadt vor allem durch wachsenden Antisemitismus in die Schlagzeilen geraten. Erst in dieser Woche hatten Statistiken eine Verdreifachung der Anzeigen wegen antisemitischer Übergriffe zwischen 2010 und 2013 belegt. Keine einzige dieser Anzeige hat bisher aber zu einer Verurteilung geführt.

"Mehr Vertrauen in die Polizei"

Thomas Bull sagte, bei den fünf genannten Fällen handele es sich um Angriffe auf Juden, auf Angehörige sexueller Minderheiten sowie um Fälle von Fremdenfeindlichkeit. Sie würden voraussichtlich in Kürze zu Verurteilungen führen. Die gewachsene Zahl der Anzeigen wertete Bull als Beleg für ein gewachsenes Vertrauen in die Polizei.

Zumal vor dem wachsenden islamischen Antisemitismus in der drittgrößten schwedischen Stadt hatte der langjährige Bürgermeister, der Sozialdemokrat Ilmar Reepalu, häufig die Augen verschlossen. Seine seit Juli amtierende Nachfolgerin Katrin Stjernfeldt Jammeh begrüßte die intensive Ermittlungsarbeit der Polizei. Dies sei "sehr wichtig". Bezüglich des angeschlagenen internationalen Rufs Malmös nach Berichten vor allem über Antisemitismus sagte Stjernfeldt Jammeh, dieses Bild sei "ein wenig widersprüchlich". Es gebe viele Menschen, die sich in Malmö sehr wohl fühlten.

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