Femen-Aktivistinnen werden aus der Moschee abgeführt
Nach Protest in Stockholmer Moschee

Femen-Aktivistinnen angeklagt

Zwei Aktivistinnen der Gruppe Femen sind wegen ihrer Topless-Aktion Anfang Juli in einer Stockholmer Moschee angeklagt worden.

Die Anklage lautet auf Erregung öffentlichen Ärgernisses. Die beiden Aktivistinnen hatten sich gemeinsam mit einer dritten Frau in die zentrale Moschee im Stadtteil Södermalm begeben, die Kleider vom Oberkörper gerissen und auf Englisch Schlagworte wie „No Sharia“ oder „Free Women“ gerufen. Späteren Interviews zufolge sei der Protest gegen den mittlerweile abgesetzten ägyptischen Staatspräsidenten Mursi und die Muslimische Bruderschaft in dem Land gerichtet gewesen.

Laut Berichten des Schwedischen Rundfunks handelt es sich bei einer der Frauen um eine in der arabisch-sprachigen Welt sehr bekannte Aktivistin. Die Ägypterin habe einen Blog betrieben, auf dem sie auch barbusig posiert habe. Nachdem in ihrem Heimatland Todesdrohungen an sie gerichtet wurden, habe sie in Schweden Asyl erhalten.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".