Ein gerichtliches Kontaktverbot gilt in Schweden auch für Facebook
Rechtsprechung zum Internet

Facebook-Anfrage trotz Kontaktverbot ist strafbar

Wer im Internetzwerk Facebook Freundschaftsanfragen schickt, obwohl ein gerichtliches Kontaktverbot zu der Person gilt, macht sich in Schweden strafbar.

Dies zeigt ein Rechtsspruch des Amtsgerichts auf der Ostseeinsel Gotland, das einen 19-jährigen Mann wegen Missachtung des Kontaktverbots verurteilt hat. Dem Mann war jeglicher Kontakt zu einer gleichaltrigen Frau aufgrund früherer Gewalttätigkeiten verboten. Dennoch schickte er eine Freundschaftsanfrage über Facebook, was das Gericht als „aktive Handlung, um Kontakt herzustellen“ betrachtete.

In Schweden wird so ein Vergehen mit Tagessätzen oder, in schwerwiegenden Fällen, mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft. Im Fall des 19-jährigen Gotländers beließ es das Gericht bei 30 Tagessätzen.

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