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Im Schatten des NSA-Skandals

Datenleck bei Schwedens Parlamentsparteien

Publicerat onsdag 14 augusti 2013 kl 12.38
Sicherheit im Schatten des NSA-Skandals
(2:31 min)
Die im Parlament sitzenden Parteien setzen sich Sicherheitsrisiken aus, meinen IT-Experten (Foto: Scanpix)

Informationen, die von vielen schwedischen Parteien und Behörden als E-Mails versandt werden, laufen über in den USA stationierte Internetserver.

Wie die Fachzeitung TechWorld schreibt, gehen bei der Hälfte der Parlamentsparteien sämtliche E-Mails über US-amerikanisches Gebiet, was nicht zuletzt im Zuge des NSA-Überwachungsskandals ein Sicherheitsrisiko darstellt. Dies sagt Anne-Marie Eklund Löwinder, Sicherheitschefin bei der Stiftung für Internetinfrastruktur, gegenüber Radio Schweden:

„Praktisch bedeutet dies, dass solche Informationen Schwedens Landesgrenzen passieren und so von Nachrichtendiensten anderer Länder sowie von anderen Akteuren aufgeschnappt werden können. Seit vielen Jahren schon warnen wir davor, dass solcher Datenverkehr ohne größere Schwierigkeiten abgehört werden kann.“

Obwohl es vergleichbare Internet-Dienstleister in Schweden gibt, haben vier der im Parlament sitzenden Parteien beschlossen, E-Mail-Server im Ausland zu verwenden. Laut Eklund Löwinder stehen vor allem Kostengründe hinter dieser Entscheidung. Allgemein liege es nicht nur bei den Parteien, sondern auch bei staatlichen Behörden und Organisationen im Trend, solche Dienstleistungen auszulagern:

„Die Parlamentsparteien sind nicht allein. Wir untersuchen regelmäßig alle Organisationen, die eine wichtige gesellschaftliche Funktion ausüben, also Medien, Behörden, Landesverwaltungen, Provinzialregierungen und andere.“

Wie der IT-Chef des schwedischen Parlaments, Mikael Vos, der Nachrichtenagentur TT sagte, sei die Internet-Domain des Parlaments „riksdagen.se“ allerdings auf schwedischem Boden stationiert.

Die schwedischen Liberalen sind laut der Zeitung TechWorld eine der Parteien, die ihre E-Mails via US-Server verschicken. Fraktionsvorsitzender Johan Pehrson erklärte gegenüber TT, dass die Frage zur IT-Sicherheit in diesem Zusammenhang nicht diskutiert worden sei. Er könne sich auch nicht vorstellen, dass es ein Interesse daran gäbe, eine Organisation wie die Liberalen abzuhören.

Sicherheitsexpertin Eklund Löwinder hat allerdings eine andere Einschätzung der Lage: „Wir sollten eine ordentliche Untersuchung durchführen. Was bedeutet das hier? Welche Informationen werden versandt, und welche Auswirkungen könnte es haben, wenn beispielsweise ausländische Nachrichtendienste in Besitz solcher Informationen gelangen. Wenn wir dies wissen, können wir entsprechende Schritte einleiten.“

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