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Illegale Unterbringung und Hungerlöhne

Mangelnde Kontrolle bei Züblin in Schweden

Publicerat fredag 16 augusti 2013 kl 13.39
"Hungerlöhne leider kein Einzelfall"
(3:47 min)

Die schwedische ZüblinScandinavia AB, eine Tochtergesellschaft der gleichnamigen deutschen Firma, hat versäumt, Subunternehmer in Stockholm ausreichend zu überprüfen. Ihr Geschäftsführer Pär Land gesteht Unterlassungen ein.

Polnische Handwerker arbeiteten für umgerechnet knapp vier Euro pro Stunde für einen öffentlichen Bauherrn im Stockholmer Vorort Råcksta. Obendrein waren sie gegen die Vorschriften auf der Baustelle in Baracken untergebracht. Bei einer unangemeldeten Inspektion der schwedischen Bauarbeitergewerkschaft Byggnads flogen diese Zustände auf.

Der Geschäftsführer von ZüblinScandinavia, Pär Land, gibt unumwunden Unterlassung zu: „Wir haben da natürlich eine große Verantwortung“, sagt er zu Radio Schweden und verspricht, die Versäumnisse wieder gut zu machen: „Unser Unternehmen zahlt keine Hungerlöhne! Aber wir haben diesmal versäumt, ein paar von unseren Subunternehmern zu kontrollieren.“

Keine Ausnahme

Warum er sich überhaupt auf einen Hungerlohn 80 Prozent unter dem schwedischen Tarif und die illegale Unterbringung eingelassen hat, erklärt der polnische Bauarbeiter Marek im Fernsehen: „Das wird sich bestimmt lösen! Die wollen uns erst mal testen. Danach soll es besser werden.“

Die Baugewerkschaft Byggnads spricht von einem Skandal. Das sei kein Einzelfall, seufzt Pressesprecherin Matilda Ström: „Leider kommt es recht oft vor, dass Menschen auf diese Art ausgebeutet werden. Wir sind der Ansicht, dass diese Fälle auf die langen Ketten von Subunternehmern zurückzuführen sind. Am Ende weiß niemand mehr richtig, was los ist und keiner ist es gewesen.“

In Råcksta lässt der öffentliche Bauherr Stockholm Parkering ein städtisches Parkhaus renovieren. Den Auftrag hat ZüblinScandinavia AB, eine Tochter von Züblin Spezialtiefbau mit Sitz in Stuttgart, bekommen. Züblin hat die Arbeit an zwei Subunternehmer verteilt. Offenbar ohne zu überprüfen, dass die eigenen Nachunternehmer-Verträge eingehalten werden.

Generalunternehmer in die Verantwortung nehmen

Byggnads bemüht sich deshalb darum, eine Klausel über die volle Verantwortung des Generalunternehmers für die Subunternehmer in die Tarifverträge einzufügen. Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgebervertretern laufen, im Februar 2014 soll eine Expertengruppe einen Vorschlag präsentieren.

„Wir möchten, dass der Generalunternehmer die Verantwortung für die gesamte Kette von Nachunternehmern tragen muss, dass auch die Subunternehmer dem Tarifabkommen folgen, korrekte Löhne zahlen, dass die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Auf einer Baustelle muss man zum Beispiel einen Helm und Hörschutz tragen. Es gibt dort viele Gefahren, deshalb darf man dort auch nicht wohnen und übernachten“, betont Matilda Ström von Byggnads.

„Zur Not bezahlen wir aus eigener Tasche“

Pär Land, Züblins Geschäftsführer in Schweden gibt Fehler zu. „Unsere Baustellenleitung hätte nicht zulassen dürfen, dass die Arbeiter auf der Baustelle übernachten. Diesen Mangel haben wir sofort abgestellt. Wir kontrollieren immer, dass unsere Subunternehmer nach dem Tarifabkommen arbeiten, ihre Steuern in Schweden bezahlen und so weiter. Bisher ist immer alles glatt gelaufen. Aber in diesem Fall hat der Subunternehmer ein weiteres Unternehmen beauftragt, ohne dass wir davon wussten. Das haben wir nicht ausreichend kontrolliert und daher nicht bemerkt. Die Arbeiter des Subunternehmers, die da angeblich unterbezahlt werden, sollen mehr bekommen. Wenn es gar nicht anders geht, bezahlen wir sie selbst.“

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