Immer mehr Frauen durchlaufen die militärische Grundausbildung
Mehr Frauen in der Grundausbildung

Soldatinnen auf dem Vormarsch

Die schwedischen Streitkräfte werden immer weiblicher.

Von allen Rekruten, die sich nun zum Start der diesjährigen militärischen Grundausbildung eingeschrieben haben, ist ein Fünftel Frauen. Noch vor zwei Jahren lag ihr Anteil bei nur 14 Prozent. Vor Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht in Schweden vor drei Jahren waren es noch 5 Prozent Frauen, so die Statistik der Streitkräfte.

Sie wolle vor allem neue Erfahrungen sammeln, sagte eine Rekrutin während der Einschreibung der Zeitung Arbetarbladet. Sie wolle sich eine eigene Meinung dazu bilden, ob Schweden eigene Streitkräfte noch benötige.

Eine andere Rekrutin betonte, dass sie während der Grundausbildung viele nützliche Dinge lernen könne, etwa Teamarbeit oder Erste Hilfe. Es ginge nicht darum zu lernen, wie man Menschen erschieße, sondern wie man ihnen in Notsituationen helfen könne.

Trotz des gestiegenen Frauenanteils fordert Verteidigungsministerin Karin Enström weitere Maßnahmen: Auf allen Führungsebenen, vom Soldat bis zum obersten Chef, müssten mehr Frauen beschäftigt werden. Bei der Rekrutierung würden viele Faktoren mit einspielen. Militärische Vorbilder seien wichtig, und deshalb sei es auch erfreulich, dass die Streitkräfte mit Lena Hallin nun ihre erste Generalin hätten.

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