Schwedens Olympisches Komitee will in Sotschi keine Regenbogen-Nägel sehen
Schwedisches Olympisches Komitee stellt klar

Keine Regenbogen-Proteste in Sotschi

In Regenbogenfarben lackierte Fingernägel und ähnliche stille Proteste gegen Russlands Anti-Homosexuellen-Gesetz dürften bei den kommenden Winterspielen in Sotschi von schwedischer Seite aus nicht zu erwarten sein.

Stefan Lindeberg, Vorsitzender des Schwedischen Olympischen Komitees, sagte der Nachrichtenagentur TT, dass den Sportlern das Tragen von politischen Symbolen nicht erlaubt sei. Als Einzelner könne man Ansichten zu den Gesetzen anderer Länder haben – Sportarenen dürften aber nicht dazu verwendet werden, um diese Ansichten zu demonstrieren.

Mitglieder der olympischen Mannschaften hätten vorgeschlagen, Regenbogen-Anstecker und ähnliche Symbole bei den Wettkämpfen zu tragen. Diese Art von Aktivitäten seien aber völlig ausgeschlossen. Bei Missachtung drohe laut Lindeberg einem Sportler im schlimmsten Fall die vorzeitige Heimreise.

Schwedische Leitathletinnen hatten bei der WM in Moskau große Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil sie bei den Wettkämpfen mit bunt-bemalten Nägeln einen stillen Protest ausdrücken wollten.

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