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Semesterbeginn

Dramatische Wohnungssituation für Studenten

Publicerat tisdag 20 augusti 2013 kl 14.03
"Ich leihe hier nur ein Bett"
(4:59 min)
Studenten Tova Becker från Markaryd i Småland hyr tillfälligt en säng i en etta i Luleå. Om hon inte får tag på något boende kommer hon inte kunna påbörja sina studier. Foto: Lisa Linder Lindberg/Sveriges Radio.
Tova Becker hat zumindest ein Dach überm Kopf

Die vielerorts dramatische Situation auf dem Wohnungsmarkt wird immer stärker zum Problem für Studenten. Wenige Tage vor Beginn des diesjährigen Herbstsemesters ist der Mangel an Studentenwohnungen in Schweden so groß wie nie zuvor.

Härnösand, Karlshamn, Skellefteå und Trollhättan. Die Namen dieser Universitätsstädte sind nicht ganz so klangvoll wie etwa Uppsala oder Stockholm. Dafür aber warten die vier eher unspektakulären Standorte mit einem großen Vorteil auf: Hier, und nur hier können Studenten sofort eine Wohnung bekommen. In den 28 übrigen Studienorten, die Schwedens Vereinigte Studentencorps jetzt untersuchten, ist die Lage für Wohnungssuchende kompliziert bis hoffnungslos.

Tova Becker, die in wenigen Tagen ihr Studium in Luleå beginnt, hat zumindest ein Dach über dem Kopf gefunden. Im Schwedischen Rundfunk präsentiert sie ihr, wie sie hofft, Durchgangs-Quartier in einer Ein-Zimmer-Wohnung. „Ich leihe hier ein Bett, etwas anderes habe ich nicht", so die 19-Jährige. „Die ganze Zeit denke ich: Ich muss einfach eine Wohnung finden. Am schlimmsten ist es abends, wenn ich mich schlafen lege und daran denke, dass ich keine Wohnung habe, keinen Ort, an dem ich mich ruhig und sicher fühlen kann."

Beinharte Konkurrenz

Doch ein solcher Ort ist bislang nicht in Sicht. Die Konkurrenz um annehmbare Wohnungen wird immer härter. Während die Zahl der Studenten steigt, geht die neugebauter Wohnungen zurück - und zwar massiv. Laut dem Staatlichen Amt für Wohnungswesen wurden im vergangenen Jahr landesweit gerade mal 541 Studentenwohnungen fertiggestellt. Vor zehn Jahren waren es noch 5700.

Wer studieren will, darf also nicht zimperlich sein. Die „Wohnung", mit der Universitätsstädte im Rahmen ihrer so genannten Wohnungs-Garantie werben, entpuppt sich vor Ort oft als Notquartier - als Schlafplatz in einer Campinghütte, einer Jugendherberge oder, wie in Tova Beckers Fall, in einer privaten Klein- oder Kleinstwohnung. Laut Erik Pedersen, Vize-Vorsitzender der Vereinigten Studentencorps, ein fragwürdiger Marketing-Trick: „Wenn man von einer Wohnungs-Garantie spricht, sollte dies auch just Garantie auf eine Wohnung bedeuten."

Appell an die Regierung

Dass die zweifelhaften Werbemethoden der Hochschulen lediglich Symptome der dramatischen Wohnungssituation insgesamt sind, ist freilich auch Pedersen bewusst. Seine Warnung, die Wohnungsnot im Umfeld der Universitäten bedrohe auf längere Sicht den Kompetenz-Standort Schweden, richtet der Studentenvertreter denn auch an die Adresse der Regierung: „Dieses Problem muss ernst genommen werden. Es gilt, jetzt den akuten Mangel zu beseitigen und den Bau von Studentenwohnungen in Angriff zu nehmen", so Erik Pedersen im Schwedischen Rundfunk. Ein Blick auf die Wartelisten für Wohnraum für Studenten illustriert die Dringlichkeit dieser Forderung. So liegt die Wartezeit in Göteborg, Lund, Stockholm und Uppsala bei zwischen einem und drei Jahren.

Solange Steuer- und andere Erleichterungen in Schweden nur den Bau von Eigentumswohnungen attraktiv machen und den von Mietwohnungen stattdessen zum schlechten Geschäft werden lassen, dürfte sich an der grundsätzlich betrüblichen Situation an der Mietwohnungsfront allerdings wenig ändern. „Unsere wichtigste Forderung ist, dass der Staat Investitionen in den Bau von Studentenwohnungen unterstützt", erklärt denn auch Erik Pedersen. In der Stellungnahme von Wohnungsbauminister Stefan Attefall im Schwedischen Rundfunk am Dienstag war zu diesem Thema allerdings nichts zu vernehmen.

„Betrübliche Situation"

„Die Situation für die Studenten ist betrüblich", stellt der Minister jedenfalls fest. „Diese Situation ist nicht neu, und wir arbeiten hart daran, gute Voraussetzungen zu schaffen, um mehr und billigere Studentenwohnungen zu bauen. Freilich müssen auch die Gemeinden ihre Verantwortung wahrnehmen. Es passiert eine Menge, aber es braucht auch seine Zeit." Zunächst einmal will der Minister dem Vorschlag des Wohnungsbauamtes folgen, die Anforderungen an Studentenwohnungen zurückzuschrauben: So sollen Zimmer kleiner, Toilette und Küche auch gemeinsam genutzt und Lärm-Grenzen für Wohnungsstandorte erhöht werden. Streichen will man auch das zwingende Vorhandensein von Fahrstühlen. Wie lange wird es dauern, bis infolge der gelockerten Regeln mehr Studentenwohnungen verfügbar sind? „ Die geänderten Regeln treten leider erst nächstes Jahr in Kraft", dämpft der Minister überzogene Erwartungen.

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