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Inzucht

Mehr Missbildungen bei Wölfen

Die Missbildungen bei Wölfen in Skandinavien nehmen Jahr für Jahr zu. Das schreibt Dagens Nyheter unter Verweis auf eine aktuelle Untersuchung.

Die Wolf-Forscherin Jannikke Räikkönen vom Naturhistorischen Museum in Stockholm hat dabei gemeinsam mit vier amerikanischen Kollegen das Vorkommen von Missbildungen an Skeletten von insgesamt 171 Wölfen untersucht. Die Tiere waren jeweils eines natürlichen Todes gestorben oder infolge von Unfällen oder Jagd umgekommen. Bei der Untersuchung ging man bis ins Entstehungsjahr des skandinavischen Wolfstammes 1983 zurück, als ein finnisch-russisches Wolfpaar aus nördlicher Richtung nach Schweden einwanderte.

Auffallend ist laut den Forschern die stete Zunahme von Skelettdefekten, wie Schäden am Gebiss. Am Staatlichen Veterinärmedizinischen Institut hatte man zuvor auch über andere Typen von Missbildungen, wie Schäden am Herzen und an den Testikeln, berichtet. Als Hauptgrund gilt die hohe Inzuchtfrequenz im skandinavischen Wolfstamm. Ein positives Zeichen ist laut Jannikke Räikkönen das finnisch-russische Wolfpaar, das sich derzeit bei Örebro aufhält. Die fünf Welpen könnten dem Stamm künftig neues Erbmaterial zuführen. 

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