Jan Björklund
Herzensfrage für Liberale

Regierung will Lehrlingssystem einführen

Die langjährige Herzensfrage des liberalen Bildungsministers Jan Björklund, die Einführung eines landesweiten Lehrlingssystems, soll Realität werden.

Wie Björklund auf einer Pressekonferenz am Dienstag mitteilte, hat die bürgerliche Viererkoalition den Aufbau eines solchen Systems in den Entwurf für den neuen Haushalt aufgenommen. Ein Unternehmen soll demnach künftig einen Oberschüler einstellen und nach Tarifbedingungen bezahlen können, wobei der Großteil der Ausbildung im Unternehmen stattfinden soll. Firmen, die einen Lehrling beschäftigen, sollen dafür jährlich Zuschüsse in Höhe von umgerechnet 5460 Euro pro Lehrling erhalten. Gleichzeitig schlägt die Regierung eine Gesetzesänderung vor, wonach man während der Gymnasienzeit angestellt sein kann. Rund 3,5 Millionen Euro sollen zudem in die Gesamtentwicklung des Systems investiert werden, so in ein Lehrlings-Zentrum unter Federführung der Schulbehörde.

Björklund und seine Partei hatten seit Jahren für ein Lehrlingssystem vergleichbar dem deutschen geworben. Das Interesse für Berufsausbildungen am Gymnasium, das die überwiegende Mehrheit der Schüler besucht, ist in Schweden gering. Die mangelhafte Ausbildung für praktische Berufe gilt als wichtiger Grund für Jugendarbeitslosigkeit, die derzeit 23 Prozent beträgt.

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