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"Persönlichkeitsspaltung"

Gefängnis für vorgespiegelte Behinderung

Morgenritt, vermeintlich unbeobachtet (Polizeifoto)

In einem der aufsehenerregendsten Fälle von Betrug mit Geldern für persönliche Assistenz in den vergangenen Jahren hat das Amtsgericht in Härnösand eine 55-Jährige zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Wie der Schwedische Rundfunk schreibt, hatte die Frau schwere körperliche Behinderungen vorgetäuscht und das Recht auf die Hilfe durch persönliche Assistenten in Anspruch genommen. Insgesamt hatte sie sich seit 1989 von der Versicherungskasse 1,6 Millionen Euro erschwindelt. Der Betrug war aufgeflogen, nachdem ein neu angestellter Assistent einen Verdacht gefasst hatte. Die Frau, die behauptet hatte, für ihr Überleben nahezu rund um die Uhr Unterstützung zu benötigen, war daraufhin von der Polizei observiert worden. Polizeibilder zeigen die sich unbeobachtet Glaubende beim Reiten und beim Malern auf einer Leiter.

Vor Gericht schützte die Frau eine Persönlichkeitsspaltung vor. Sie habe bis zu 30 verschiedene Persönlichkeiten, von denen einige jeweils krank und andere gesund sein könnten. Unterschiedliche Persönlichkeiten könnten auch Kontakt mit Behörden gehabt und Hilfsgelder beantragt haben. Das Gericht schenkte diesen Erklärungen keinen Glauben. Die Verurteilte muss nun außerdem die Gelder an die Versicherungskasse zurückzahlen.

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