Mit Kurs auf neue Skandale
Piloten in anonymem Netzwerk

Empörung nach neuem Ryanair-Skandal

Der EU-Vertrag ist in Bezug auf Arbeitnehmerrechte ergänzungsbedürftig. Diese Ansicht hat die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Sozialdemokraten, Ylva Johansson, geäußert. Sie bezog sich dabei auf den jüngsten Skandal um die irische Fluggesellschaft Ryanair.

Kürzlich war bekannt geworden, dass Piloten der Billig-Airline ein geheimes Netzwerk gegründet haben, um sich über arbeitsrechtliche Fragen auszutauschen. Laut Medienberichten befürchten die Piloten die Entlassung für den Fall, dass ihr gewerkschaftliches Engagement der Konzernleitung zur Kenntnis kommt.

Ylva Johansson sagte im Schwedischen Rundfunk, in den EU-Vertrag müsse eine Klausel aufgenommen werden, um das Recht der Arbeitnehmer auf die Organisation in Gewerkschaften zu sichern. Arbeitsministerin Hillevi Engström von den konservativen Moderaten verurteilte ihrerseits das Vorgehen des Billigfliegers. Die Situation der Piloten sei "inakzeptabel". Ein Agieren auf EU-Ebene wie von Johansson gefordert lehnte sie jedoch ab. Eine EU-weite Justierung gewerkschaftlicher Rechte werde letztlich zur Folge haben, dass der Schutz für schwedische Arbeitnehmer schlechter werde, so die Ministerin.

Die Linkspartei hatte am Dienstag zu einem Boykott von Ryanair aufgerufen.

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