Weckt auch bei Schweden andere Gefühle als noch George W. Bush
Vor dem Staatsbesuch Obamas

"Keine Proteste wie bei George Bush 2001"

Breite Proteste wie beim Schwedenbesuch von George W. Bush im Sommer 2001 werden nach Einschätzung der Polizei zum Besuch von Barack Obama in der kommenden Woche nicht zu erwarten sein.

Über zehn Demonstrationen seien bislang angemeldet worden. Bis zur Ankunft des US-Präsidenten am Mittwoch – falls also das Gipfeltreffen nicht wegen des drohenden Syrieneinsatzes eingestellt wird – seien aber noch weitere Demonstrationsanmeldungen zu erwarten. Laut Berichten des Schwedischen Fernsehens wurden bislang unter anderem Proteste gegen den US-Einsatz von Drohnen, sowie gegen die Überwachung des Datenverkehrs in der NSA-Affäre angekündigt.

Zuletzt hatte mit George W. Bush im Juni 2001 zum EU-Gipfeltreffen in Göteborg ein US-Präsident den Schweden einen Besuch abgestattet. Das Treffen war vor allem wegen umfassender Krawalle in der Göteborger Innenstadt in die Geschichte eingegangen. Wie Lena Matthijs von der westschwedischen Polizei dem Schwedischen Fernsehen sagte, sei die heutige Lage in Stockholm jedoch in keiner Weise mit Göteborg 2001 vergleichbar. Die Anti-Globalisierungsbewegung habe damals ihren Höhepunkt erreicht und habe bei allen Gipfeltreffen weltweit umfassende Proteste durchgeführt. Dies sei heute nicht mehr der Fall. Außerdem würde Obama bei den meisten Leuten andere Gefühle wecken als dies noch bei Bush der Fall war, so die Polizeisprecherin.

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