Hier kann selbst Obama noch was lernen (Foto: Pablo Martinez Monsivais/Scanpix. Montage: Sveriges Radio.)
Obama-Besuch

Schweden präsentiert stolz seine Umwelttechnik

Schweden zeigt Obama wie es geht
2:56 min

Beim Besuch von US-Präsident Barack Obama wird es auch um die Errungenschaften Schwedens in Sachen Umwelttechnik gehen. Der Friedensnobelpreisträger wird sich dazu in der Stockholmer Technischen Universität (KTH) einige Projekte ansehen. Die Amerikaner sind im Vorfeld voll des Lobes ob der schwedischen Erfolge.

Das Thema Umwelt ist einer der Schwerpunkte beim Schwedenbesuch von US-Präsident Barack Obama. Dazu wird Obama auch in der Technischen Hochschule erwartet, wo Schweden stolz seine neuen Errungenschaften vorführen darf. Der US-Botschafter in Schweden, Mark Brezinski, ist bereits im Vorfeld begeistert:

„Hier gibt es viel zu lernen. Schweden ist führend auf der Welt, was Fernwärme, Biogas und die Energiegewinnung aus Abfall angeht“, so der Botschafter gegenüber dem Schwedischen Rundfunk. Wenn Obama die Errungenschaften schwedischer Umwelttechnik vorgeführt werden, wird auch Energieministerin Anna-Karin Hatt dabei sein. Sie erhofft sich eine noch engere Zusammenarbeit mit den USA.

„Wir arbeiten ja schon viele Jahre bei den erneuerbaren Energien zusammen und nicht zuletzt auch bei der Bioenergie. Ich hoffe also, dass sich der Präsident hier ein paar konkrete Lösungen von schwedischen Unternehmen ansehen wird, damit wir die Zusammenarbeit ausweiten und vertiefen können.“

US-Studenten zu Praktika in Schweden

So wurde 2010 zum Beispiel die Swedish American Green Alliance (Saga) ins Leben gerufen – eine Form des Forschungsaustausches, bei der zum Beispiel amerikanische Studenten bei schwedischen Unternehmen Praktika absolvieren konnten.

Anna-Karin Hatt hofft aber auch auf eine vertiefte Kooperation zwischen schwedischen und amerikanischen Forschungsinstitutionen, wie etwa mit dem großen Lawrence Livermore-Laboratorium in den USA.

Präsident Obama wird bei seinem Besuch unter anderem zu sehen bekommen, wie schwedische Unternehmen das Thema erneuerbare Energien angehen. Weiter werden Forschungsergebnisse zum Thema Verbrauchsreduzierung im Autoverkehr präsentiert.

Fehlen an politischer Umsetzung?

Neue Umwelttechnologien sind das eine – effektive Umweltpolitik das andere, meinen laut Angaben des Schwedischen Rundfunks mehrere Forscher. Die USA könnten allein durch die Erhebung einer Kohlendioxid-Steuer viel tun. Ministerin Hatt ist davon überzeugt, dass sich die Obama-Delegation auch die politischen Steuerungsmittel in Schweden genauer ansehen wird:

„Die Amerikaner werden sich schon die gesamte Situation in Schweden ansehen. Welche wirtschaftlichen Anreize wir gegeben haben, welche Forschungsergebnisse wir unterstützen. Aber auch was für hervorragende schwedische Unternehmen wir haben, mit Lösungen, die durch eine Kommerzialisierung auf internationaler Ebene auch Schweden nutzen könnten.“

Schweden hofft, dass Obama sich möglichst viele solcher Anreize zu Herzen nimmt und dann in Washington in die Tat umsetzt.

Marcus Ericsson/Johand Bergendorff/Dieter Weiand

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