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Die Arbeiter sehen Licht am Ende des Tunnels. Foto: Björn Lindgren/Scanpix
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Projektleiter Per Rydberg und Infrastrukturministerin Catharina Elmsäter-Svärd. Foto: Jens Ericson/Sveriges Radio
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Langwieriges Bauprojekt nähert sich dem Ende

Durchbruch im Hallandsåsen-Tunnel

1:43 min

Schwedens längster Eisenbahntunnel, die Unterquerung des Höhenzugs Hallandsåsen in Südschweden, ist fertiggebohrt. Am Mittwochmittag wurde in der zweiten der beiden parallelen und 8,6 Kilometer langen Tunnelröhren der Durchbruch gefeiert.

Damit nähert sich ein Bauprojekt der Fertigstellung, das bereits 1992 begonnen wurde und eigentlich nur fünf Jahre in Anspruch nehmen sollte. Dass die Bauzeit so enorm verlängert werden musste, ist vor allem der komplexen Geologie des abzutragenden Gesteins und mehreren damit verbundenen Wassereinbrüchen geschuldet, die die Planer so nicht vorausgesehen hatten.

In den ersten Jahren benutzte man zur Abdichtung des Tunnels das giftige Mittel Rhoca-Gil, das jedoch ins Grundwasser und weiter in Bäche und Wiesen gelangte und diese verseuchte. Als der Skandal bekannt wurde, brach man das Projekt ab. Zwischen 1997 und 2003 standen die Arbeiten still.

Erst nach einer aufwändigen Sanierung konnte der Tunnelbau 2005 mit einer neuen Bohrmaschine sowie einer neuen Baumethodik wieder aufgenommen werden. 2010 gelang schließlich der Durchbruch in der ersten und nun also auch der in der zweiten Röhre. Etwa 400 Menschen verfolgten den historischen Moment am Mittwoch auf einer Großbildleinwand in der Nähe der Baustelle.

Bis die ersten Züge durch den Hallandsåsen-Tunnel fahren können, wird es aber noch gut zwei Jahre dauern. Die Eröffnung ist erst für Ende 2015 vorgesehen, wenn auch die restlichen Arbeiten abgeschlossen sind. Die Gesamtkosten belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf über 1,2 Milliarden Euro.

Dann jedoch wird der größte Flaschenhals auf der Bahnstrecke zwischen Göteborg und Malmö beseitigt sein und die Kapazität der Strecke entlang der schwedischen Westküste deutlich ansteigen. Für Bahnfahrer zwischen den beiden Städten wird der Tunnel letztlich aber nur eine Zeitersparnis von wenigen Minuten bringen.


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