Die Königliche Oper in Stockholm
Um- statt Neubau

Königliche Oper soll bleiben

Nach jahrelangem Streit um den Bau eines neuen Opernhauses in Stockholm hat die schwedische Kulturministerin am Dienstag ein Machtwort gesprochen.

Die Regierung wolle die befindliche Königliche Oper am Gustav Adolf Platz umbauen, anstatt völlig neue Baupläne anzugehen. So schreibt Lena Adelsohn Liljeroth in einem Gastartikel der Tageszeitung Svenska Dagbladet. Das Risiko zu hoher Kosten sei zu groß bei einem Neubau. Zudem solle die Oper als Kulturerbe etabliert und gleichzeitig einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. Die Leiterin des Hauses, Birgitta Svendén, begrüßte im Schwedischen Fernsehen den Vorschlag der Ministerin.

Christina Rogestam, die 2007 in einem Ausschuss den Bau eines neuen Opernhauses empfohlen hatte, kritisierte, dass die alte Oper für moderne Inszenierungen ungeeignet sei. Die Bühne sei zu klein; internationale Gastspiele könnten nicht dort auftreten, ohne in ihrer Inszenierung Änderungen durchzuführen.

Bis nächstes Jahr sollen die Pläne für einen Umbau fertig stehen. Die Kosten dürfen, laut Berichten des Schwedischen Fernsehens, höchstens umgerechnet 229 Millionen Euro betragen.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".