Bomben zerstören den Präsidentenpalast in Santiago de Chile beim Militärputsch am 11. September 1973 (Foto: AP Photo/File)
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Bomben zerstören den Präsidentenpalast in Santiago de Chile beim Militärputsch am 11. September 1973 (Foto: AP Photo/File)
1973 Militärputsch in Chile

Edelstams Einsatz für Verfolgte

"Man muss so viel helfen, wie man nur kann"
1:43 min

Am 11. September 1973 - putschte das Militär in Chile. Zusammen mit der politischen Entwicklung in Lateinamerika tauchte danach ein Name immer öfter auf: Harald Edelstam.

Nachdem das Militär den demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende gestürzt hatte, machte die Junta unter General Augusto Pinochet in umfassenden Säuberungsaktionen Jagd auf Allende-Anhänger. Die verfolgten Oppositionellen wurden eingesperrt, gefoltert und ermordet.

Erprobte Wallenberg-Manier

Der schwedische Botschafter in Santiago, Harald Edelstam, arbeitete gegen die Menschenrechtsverletzungen – teilweise ohne die direkte Unterstützung des Außenministeriums. Er rettete Hunderte aus den Foltergefängnissen, bot den Gejagten Unterschlupf in Botschaftsgebäuden und lotste sie unter Geleit in Asylländer wie Schweden weiter.

Persona non grata

Drei Monate lang konnte er dieser gefahrvollen Tätigkeit nachgehen. Dann wies die regierende Militärjunta ihn aus, weil er seine Befugnisse als Botschafter überschritten habe. Im Dezember 1973 landete Harald Edelstam zusammen mit chilenischen Flüchtlingen auf dem Stockholmer Flughafen Arlanda.

Kurze Zeit später äußerte er sich in einem Interview mit Doris Pehlke von Radio Schweden zu den Vorwürfen der Junta gegen ihn.


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