Wusste er von den Rettungsplänen?
Private Aktiengeschäfte

Insiderhandel-Vorwürfe gegen Minister

Migrationsminister Tobias Billström ist wegen privater Aktiengeschäfte in die Kritik geraten. Im Februar diesen Jahres kaufte Billström 30.000 Aktien des kriselnden Bergbau-Konzerns Northland Resources - und dies, laut dem Fernsehsender TV4, nur wenige Tage, nachdem die Regierung über einen möglichen Rettungsplan für das Unternehmen informiert worden war.

Der Minister betonte in einem schriftlichen Kommentar, dass er bei der Tätigung des Geschäfts keine Insiderinformationen besessen habe. Er verstehe aber, dass diese Frage gestellt werde und dass es "merkwürdig" aussehe, so Billström. Rückendeckung erhielt der Minister von seinem Regierungskollegen, Finanzminister Anders Borg, der ebenfalls verneinte, dass Billström Zugang zu vertraulichen Informationen gehabt habe.

Einen großen Gewinn hat der Migrationsminister mit seinem Northland-Geschäft ohnehin nicht gemacht. Allein im letzten Halbjahr hat die Aktie des mehrmals kurz vor dem Konkurs stehenden Bergbau-Unternehmens über 90 Prozent an Wert verloren.

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