Unternehmerverbände kritisieren den Finanzminister für die Änderung
Strengere Regeln für Kleinunternehmen

Borg stopft Steuerschlupfloch

Die Regierung will die Steuergesetze für Kleinunternehmen ändern. Damit soll ein Schlupfloch gestopft werden, das es Anteilseignern solcher Firmen bisher erlaubt hat, ganz legal große Summen an Steuern einzusparen.

Wie Finanzminister Anders Borg am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mitteilte, sollen Anteilseigner, die weniger als 4 Prozent des Kapitals eines Kleinunternehmens besitzen, künftig ihre Einnahmen aus dem Unternehmen in der Steuererklärung nicht mehr als Gewinn ausweisen dürfen. Stattdessen soll nur noch die Abführung von Einkünften als Erwerbseinkommen erlaubt sein. Darauf sind jedoch erheblich höhere Steuern zu entrichten als auf Kapitaleinkünfte.

Mit der Änderung will der Finanzminister der massenhaften Ausnutzung der ursprünglich für Existenzgründer gedachten Steuersubvention einen Riegel vorschieben. Unternehmerverbände hatten die Reform scharf kritisiert. Borg betont allerdings, dass die Gesetzesänderung für 99 Prozent der Unternehmen keine oder gar positive Auswirkungen habe.

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