Nicht mehr überall gleich um die Ecke
Banken setzen auf bargeldlose Zahlungen

Geldautomaten werden weniger

In Schweden gibt es immer weniger Geldautomaten. Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden 645 Stück abmontiert und die Automatendichte ist inzwischen eine der niedrigsten aller EU-Länder, berichtet die Zeitung Svenska Dagbladet.

Demnach kommen auf 10.000 Einwohner in Schweden im Durchschnitt derzeit nur noch 3,2 Geldautomaten. Im Jahr 2011, aus dem die bisher letzten europaweiten Vergleichszahlen stammen, hatte nur Tschechien eine noch niedrigere Automatendichte. Hingegen finden sich Deutschland und Österreich in dieser Statistik auf dem vierten beziehungsweise sechsten Platz wieder.

Laut Stefan Bergelind, Geschäftsführer der Geldautomaten-Betreibergesellschaft der schwedischen Großbanken, nehme die Zahl der an Automaten getätigten Abhebungen jedes Jahr um 6-8 Prozent ab. Dementsprechend werde auch die Zahl der Maschinen in den kommenden Jahren weiter sinken, so Bergelind.

Ein immer größerer Anteil an Geldtransaktionen wird in Schweden inzwischen auf elektronischen Wegen abgewickelt und in nahezu allen Geschäften kann mit Karte bezahlt werden. Dennoch soll eine landesweite Versorgung mit Bargeld auch in Zukunft garantiert werden. Deshalb haben die Provinzialverwaltungen in diesem Jahr von der Regierung den Auftrag bekommen, vor Ort den Bargeldservice sicherzustellen, wenn die Banken diese Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen.

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