Die Schäfchen werden weniger
Viele Austritte in Wahljahren

Kirchenwahl führt zu Mitgliederschwund

Die am Sonntag erneut anstehende Kirchenwahl hat einen negativen Effekt auf die Mitgliederzahlen der Schwedischen Kirche. Laut Statistik der Glaubensgemeinschaft treten in den Monaten, in denen die Wahlen stattfinden, mehr als doppelt so viele Menschen aus der Kirche aus wie zur gleichen Zeit in Jahren ohne Urnengang. Dies berichtet das Schwedische Fernsehen.

Demnach haben 2005 im Wahlmonat September knapp 15.000 und vier Jahre später fast 17.000 Menschen die Kirche verlassen. In den gleichen Monaten der Jahre dazwischen und danach lagen die Austrittszahlen jeweils nur bei etwa 7.000 Personen. Für diesen September wird jedoch erneut ein deutlicher Anstieg erwartet.

Anscheinend sind die Wahlscheine, die jedes Kirchenmitglied einige Wochen vor dem Wahltermin per Post zugeschickt bekommt, für viele eine Erinnerung daran, dass sie immer noch Mitglied sind, obwohl sie die Kirche eigentlich bereits verlassen wollten. Der Kirchenpolitiker Hans-Olof Andrén sagte dazu im Schwedischen Fernsehen, dass es angemessen und vernünftig sei, die eigene Kirchenmitgliedschaft gerade zu solchen Anlässen zu überdenken. Er äußerte aber auch die Hoffnung, dass die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema irgendwann einmal zu einer umgekehrten Entwicklung und einem Mitgliederzuwachs führen könnte.

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