Syrische Flüchtlinge an einem Grenzübergang zur Türkei (Foto: Gregorio Borgia/Scanpix)
Syrische Flüchtlinge hoffen auf Asyl

Ansturm auf schwedische Botschaften

Die schwedischen Botschaften und Konsulate in Ägypten, Jordanien und der Türkei sind derzeit einem großen Ansturm syrischer Flüchtlinge ausgesetzt. Jeden Tag stehen hunderte Menschen vor den diplomatischen Vertretungen Schlange und hoffen, nach Schweden kommen zu dürfen.

Auslöser des extremen Ansturms ist die Entscheidung der schwedischen Einwanderungsbehörde aus der vergangenen Woche, wonach syrischen Flüchtlingen in Schweden eine permanente Aufenthaltsgenehmigung erteilt werden soll. Dabei geht es jedoch vor allem um die Syrer, die sich bereits im Land aufhalten und die nun auch ihre Angehörigen nachholen dürfen.

Für all die Flüchtlinge, die sich noch in den syrischen Nachbarländern befinden, gilt jedoch weiterhin die Grundregel, dass Asyl nur in Schweden und nicht auf den Botschaften im Ausland beantragt werden kann. Eine Reise nach Schweden ist für Syrer aber derzeit fast nur auf illegalem Wege möglich, wie auch eine Sprecherin der Einwanderungsbehörde gegenüber den Schwedischen Rundfunk bestätigte.

Beim Außenministerium geht man davon aus, dass vielen Flüchtlingen die geltenden Regeln bekannt seien, dass sie es aber aus Verzweiflung oder in der Hoffnung, zumindest schneller Hilfe zu erhalten, dennoch bei den schwedischen Auslandsvertretungen versuchten. Die Botschaft in Ankara hat nun wegen der hohen Belastung Verstärkung aus Stockholm angefordert.

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