Finanzminister Anders Borg sorgt sich um die Alkoholgewohnheiten seiner Landesmänner und -frauen
Alkoholsteuer

Finanzminister: "Lieber arbeiten als saufen"

Schwedens Regierung will die Alkoholsteuern anziehen.

Auf Bier und Wein sollen künftig 7 Prozent mehr Steuern erhoben werden, auf starke Spirituosen 1 Prozent mehr. Laut dem Schwedischen Rundfunk würde der Alkoholverkauf damit die Staatskasse um umgerechnet zusätzlich 8,5 Millionen Euro auffüllen.

„Genau wie die Tabaksteuer sollte die Alkoholsteuer von Zeit zu Zeit angehoben werden“, sagte Finanzminister Anders Borg. „Viele soziale Probleme sind an Alkohol gekoppelt. Die Steuern sollten deshalb soweit wie nur irgendwie möglich erhöht werden. Dies fällt unter die schlaue Devise: Lieber arbeiten als saufen.“

Bereits während der vergangenen Wahl 2010 hatte die bürgerliche Regierung Steuererhöhungen für Alkohol angekündigt. Kritische Stimmen zu dieser Steuerpolitik hatten vor allem den Schmuggel und Schwarzhandel von Alkohol in den Vordergrund gerückt, der mit einer Verteuerung von Alkohol zunehmen könnte. Gesundheitsministerin Maria Larsson sagte jedoch am Wochenende, dass die Steuererhöhungen noch zu moderat seien, um sich auf den illegalen Import auswirken zu können.

Am Montag hat die staatliche Alkoholkette Systembolaget zudem angekündigt, die hierzulande viel kritisierte Heimlieferung von Alkohol in Schweden weiter auszuweiten. Seit Herbst vergangenen Jahres läuft bereits das Versuchsprojekt in mehreren Orten, das nun auf vier Provinzen ausgeweitet wird.

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