Das heutige System lädt bei Pflegediensten zu Betrug ein, meinen Vertreter der Krankenkasse
Rechtsprozess gegen 35 Angeklagte

Umfassender Pflegebetrug - Forderung nach strengerer Verordnung

In einem umfassenden Fall von Pflegebetrug, der auch den Ruf nach strengeren Bestimmungen verstärkt hat, ist am Dienstag der Rechtsprozess eingeleitet worden.

35 Beschäftigte eines Pflegedienstleisters sind vor dem Amtsgericht Södertälje südlich von Stockholm wegen schweren Betrugs angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, von der öffentlichen Krankenkasse (Försäkringskassan) Entlohnung für Pflegedienste eingefordert zu haben, die nie stattgefunden hätten. Stattdessen seien die Pflegebedürftigen sich selbst überlassen und in manchen Fällen eingesperrt worden. Hauptangeklagt sind die beiden Leiter des Pflegeunternehmens, denen vorgeworfen wird, die Krankenkasse um umgerechnet fast 3,5 Millionen Euro betrogen zu haben. Da die beiden Angeklagten mit betroffenen Pflegepatienten verwandt sind und gleichzeitig ein Pflegeunternehmen führen, hatte die Krankenkasse gefordert, die Bestimmungen in Schweden zu verschärfen. Mit einem Außenstehenden, der Teile der Verantwortung wie etwa rechtliche Belange oder die konkrete Pflege übernehme, würden mögliche Betrugsfälle leichter aufgedeckt werden, sagte der Vorsitzende der Försäkringskassan dem Schwedischen Rundfunk.

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