Nach Skandalen von Lundsberg

Erniedrigungsrituale im Elitefußball

Nach den Skandalmeldungen zu Erniedrigungsritualen am Internat Lundsberg hat ein Fußballspieler nun über ähnliche Erfahrungen in Schwedens Elitefußball berichtet.

In der Schulzeitung Bonasignalen schildert Fußballer Robin Bornehav seine Erlebnisse als neuer Spieler beim heutigen Erstligisten Åtvidabergs FF. Als damals nur 17-jähriger Spieler hätten er und andere Neuzugänge 2008 in einem Trainingslager Bananen bis zum Erbrechen essen müssen. Torten seien auf ihre Geschlechtsteile geworfen und Körperbehaarung abrasiert worden. Als neuer Spieler habe man sich durch diese Erniedrigungen in der Mannschaftshierarchie unterordnen sollen, so Bornehav, der heute beim Regionalligisten Motala AIF spielt.

Der heutige Mannschaftskapitän des Erstligisten, Daniel Hallingström, bestätigt gegenüber der Nachrichtenagentur TT die Ereignisse. Hintergrund der Rituale sei es gewesen, eine „Gemeinschaft herauszubilden“.

Dem Sportschef des Vereins, Mats Karlsson, seien solche Berichte aus seinem Club bislang nicht bekannt gewesen. Sollten Maßnahmen nötig sein, so werde man diese ergreifen, so Karlsson gegenüber TT.

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