Vorwürfe gegen Nordea

Schwedische Konten für eritreische Schutzgelder

Der zum Teil vom schwedischen Staat gehaltenen Großbank Nordea wird vorgeworfen, dem Regime in Eritrea Konten für die Eintreibung von Schutzgeldern zur Verfügung zu stellen.

Die eritreische Botschaft in Schweden habe zu diesem Zwecke mehrere Plusgirokonten bei Nordea, meldet die Nachrichtenagentur TT. Allein aus Schweden würden täglich mehrere Millionen Euro an Schutzgeldern, sogenannte Exilsteuern, bei hier lebenden Eritreern eingetrieben werden. Wie hoch die über Nordea laufenden Transaktionen sind, sei laut TT nicht bekannt.

Laut dem eritreischen Regime sei die Exilsteuer freiwillig – viele Exil-Eritreer berichten jedoch von Schwierigkeiten mit den Behörden, sollte die Abgabe in Höhe von zwei Prozent des Jahreseinkommens nicht geleistet werden. Die Botschaft würde sich in solchen Fällen etwa weigern, neue Pässe auszustellen.

In Folge der Anschuldigungen gegen Nordea hat der Vorsitzende vom Finanzausschuss, Mats Odell angekündigt, die Bank am Donnerstag vor den Ausschuss vorzuladen.

Laut dem Pressesprecher von Nordea könnten keine näheren Kommentare dazu gegeben werden, welche Kunden die Bank habe. Nordea folge aber den Richtlinien der EU sowie den von UNO und der EU geforderten Sanktionen.

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