Will gerne nach Schweden kommen

Assange wirft Schweden und Deutschland Unterschlagung von Daten vor

Der von Schweden gesuchte Wikileaks-Gründer Julian Assange hat schwedischen und deutschen Behörden vorgeworfen, sensible Daten über Kriegsverbrechen in Afghanistan verschwinden haben zu lassen.

Assange, der in der Londoner Botschaft von Ecuador in Asyl sitzt, um der Verfolgung britischer und schwedischer Behörden zu entgehen, hat über das Internet an einer Debatte der Vereinten Nationen über die Meinungsfreiheit teilgenommen. Dabei gab er bekannt, dass im Jahr 2010 auf den Flughäfen in Stockholm und Berlin drei Computer mit sensiblen Daten verschwunden seien.

In Deutschland seien deswegen Ermittlungen eingeleitet worden, wie Assange gegenüber der Tageszeitung Svenska Dagbladet erklärt. In Schweden hätten die Behörden mehr Angaben angefordert, die sie bereits erhalten haben.

Schweden hat gegen Assange einen europäischen Haftbefehl erlassen, um ihn wegen Anschuldigungen zu Sexualverbrechen zu befragen, die er während seines Aufenthaltes in Schweden im Sommer 2010 begangen haben soll. Er werde gerne nach Schweden kommen, so Assange. Voraussetzung sei aber das Schweden Ecuador garantiere, dass er nicht an die USA ausgeliefert werde.

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