Paris schlug exklusive Zusammenarbeit vor

Französische Abhörsatelliten zu teuer für Schweden

Schweden und Frankreich haben ab 2009 gemeinsam an der Entwicklung eines satellitenbasierten Abhörsystems gearbeitet. Wie die Zeitung Svenska Dagbladet berichtet, habe Schweden das Projekt jedoch im Mai 2011 aus finanziellen Gründen wieder aufgegeben.

Die Pressesprecherin der Abteilung für Wehrmaterial der Streitkräfte, Louise Bjarke, sagte der Zeitung, dass das System aus militärstrategischen Gesichtspunkten sehr interessant gewesen sei. Aufgrund der zu hohen Kosten habe man sich aber aus dem Projekt zurückziehen müssen. Um welche Summen es dabei exakt gegangen war, ist bisher nicht bekannt.

Nach Angaben Bjarkes war Frankreich im Jahr 2009 auf Schweden zugekommen, um eine exklusive Zusammenarbeit vorzuschlagen. Dabei ging es um die Entwicklung von hochtechnologischer Abhörausrüstung, die auf Satelliten angebracht werden sollte, um militärische Anlagen wie Luftabwehrsysteme und Radarstützpunkte in anderen Ländern zu überwachen. Aus französischen Quellen geht hervor, dass derzeit nur die USA, China und Russland über ähnliche Spähmöglichkeiten verfügen. Frankreich entwickelt das System nach dem Ausstieg Schwedens nun allein und will es um 2020 in Betrieb nehmen.

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