Kinder werden zunehmend im Krieg in Syrien eingesetzt, warnt der UN-Sonderbeaftragte
Krieg in Syrien

Schwede ruft Kinder zum Jihad auf

Internationale Organisationen warnen davor, dass im Krieg in Syrien zunehmend Kindersoldaten zum Einsatz kommen – eine Entwicklung, an der offenbar auch Schweden beteiligt sind.

Der Schwedische Rundfunk berichtet am Dienstag über einen schwedischen Staatsbürger, der in einer Moschee nahe der syrischen Stadt Aleppo Kinder zum Jihad aufruft. Die Jungen seien im Alter von nur 10 bis 12 Jahren.

Laut dem Radiobericht kämpfe der 54-jährige Mann auf Seite der syrischen Widerstandsbewegung und sei Mitglied der Muslimbrüder. Ursprünglich stamme er aus der syrischen Provinz Idlib, aus der er 1980 vor politischer Verfolgung geflohen sei.

Mehrere arabischsprechende Experten, mit denen der Rundfunk sprach, legen die Wortwahl des Predigers eindeutig als Aufruf zum bewaffneten Kampf aus. Der schwedische islamologe Jan Hjärpe gibt allerdings zu bedenken, dass Jihad unterschiedliche Bedeutungen haben und auch als rein religiöses Bekenntnis ausgelegt werden kann. 

Der UN-Sonderbeauftragte für Kinderrechtsfragen in Syrien hat bereits vor dem wachsenden Problem von Kindersoldaten gewarnt. Das syrische Regime würde demnach Kinder als menschliche Schutzschilde verwenden. Auch in der Widerstandsarmee würden Kinder sich aktiv an Kämpfen beteiligen, etwa beim Waffenladen oder Essenstransporten.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".