Verdacht auf Dienstvergehen

Polizisten werden zum Roma-Register verhört

Im Ermittlungsverfahren zur umstrittenen Registrierung von Angehörigen der Sinti und Roma in einer Datenbank der Polizei sollen insgesamt sieben Polizisten verhört werden. Dies hat Staatsanwalt Mats Åhlund von der Einheit für polizeiliche Fälle bekannt gegeben.

Zwei der Polizisten stehen demnach bereits jetzt unter dem Verdacht, Dienstvergehen begangen zu haben. Durch die Verhöre will die Staatsanwaltschaft mehr darüber erfahren, wie das Register, in dem mehr als 4.000 Angehörige der Volksgruppe verzeichnet sind, entstanden ist und wie es benutzt wurde. Währenddessen sollen weiter Daten und andere Informationen von der Polizei angefordert und zusammengestellt werden.

Unabhängig von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hat auch der Ausschuss zum Sicherheits- und Integritätsschutz das sogenannte "Roma-Register" untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung will der Ausschuss nach seiner Sitzung am Freitag bekannt geben. Auf das Ermittlungsverfahren werde dies jedoch keinen direkten Einfluss haben, so Staatsanwalt Mats Åhlund.