Weiterhin Verspätungen und Zugausfälle

Entgleister Zug in Stockholm geborgen

Der am frühen Dienstagmorgen in einem Tunnel in Stockholm entgleiste Güterzug ist in der Nacht zum Donnerstag geborgen und abtransportiert worden. Damit konnte auf dem vielbefahrenen Streckenabschnitt ein zweites Gleis für den Verkehr freigegeben werden.

Der Umfang der Schäden an den Bahnanlagen erwies sich jedoch als größer als bisher gedacht. Die Gleise müssten auf einer Strecke von 200 Metern komplett ausgetauscht werden. Außerdem seien das Gleisbett und mehrere Weichen durch das Unglück völlig zerstört worden, so ein Sprecher der Verkehrsbehörde gegenüber dem Schwedischen Rundfunk. Bis alle Schäden behoben seien und der Bahnverkehr wieder normal fließen könne, werde es vermutlich zwei Wochen dauern.

Nach dem Unglück auf Schwedens meistbefahrener Bahnstrecke, das seit Dienstag zu massiven Behinderungen im Zugverkehr führt, wurden nun erstmals Angaben zu den volkswirtschaftlichen Kosten der ausgelösten Verspätungen bekannt. Professor Jonas Eliasson von der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm sagte der Zeitung Dagens Nyheter, dass jede Stunde Verspätung die Gesellschaft, unter anderem wegen des Arbeitsausfalls vieler Reisender, umgerechnet zwischen 33 und 44 Euro koste. Allein die Vollsperrung des kurzen Streckenabschnitts in Stockholm am Dienstag habe daher volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 1-2 Millionen Euro ausgelöst.