Misshandlungen mit heißem Bügeleisen

Lundsberg-Skandal: Staatsanwaltschaft klagt Schüler an

Die Staatsanwaltschaft hat gegen neun Schüler und einen Angestellten des Elite-Internats Lundsberg Anklage erhoben. Sie reagierte damit auf Vorfälle von Mobbing und Gewalt, die im August zu einer vorübergehenden Schließung des traditionsreichen Gymnasiums geführt hatten.

Zwei der Angeklagten wird unter anderem fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Sie sollen  einen jüngeren Schüler mit einem heißen Bügeleisen Verbrennungen auf dem Rücken zufügt haben. Die anderen Schüler, so die Staatsanwaltschaft, müssten sich wegen widerrechtlicher Drohung beziehungsweise Belästigung verantworten. Sie sollen ihren Mitschülern damit gedroht haben, sie mit einem Bügeleisen zu verbrennen.

Bei dem angeklagten Schulangestellten handelt es sich um einen Internatsbetreuer, der den älteren Schülern grünes Licht für ihr Vorgehen gegeben haben soll.

Das Internat war im August dieses Jahres in die Schlagzeilen geraten. Die Schulaufsichtsbehörde sah es als erwiesen an, dass in Lundsberg jüngere Schüler systematisch erniedrigt und misshandelt würden. Sie ließ das Internat daraufhin schließen. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts wurde diese Maßnahme jedoch wieder zurückgenommen.