Historischer Datenklau

Hackerangriff noch umfassender als gedacht

Der Datenklau bei Schwedens bislang größtem Hackerangriff ist offenbar weitaus umfassender als angenommen.

Bei der Hackerattacke vor knapp zwei Jahren sollen Angaben zu Adressen, Personennummern und Verschuldung von einer halben Million Schweden aus den Datenspeichern der Vollzugsbehörde gestohlen worden sein. Laut Informationen, die der Tageszeitung Dagens Nyheter vorliegen, habe die Behörde aktiv versucht, den Umfang des Datenklaus zu verheimlichen. Erst 20 Monate nach dem Übergriff sei der Behörde der Umfang bewusst geworden, und dennoch habe sie diese Information vor der Öffentlichkeit verheimlicht. Auch Polizei und Staatsanwaltschaft seien nur unzureichend informiert worden.

Der Hackerangriff wird als der größte seiner Art in der schwedischen Geschichte beschrieben. Damals hatte der bekannte Hacker und Gründer der Filesharing-Seite „The Pirate Bay“, Gottfrid Svartholm Warg, die Server des IT-Unternehmens Logicas angezapft. Mehrere staatliche Behörden, wie etwa das Einwohnermeldeamt, Steuerbehörde und Vollzugsbehörde, hatten ihre Daten auf diesen Servern gespeichert.

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