Militärischer Abhördienst FRA

Neue Details zur NSA-Zusammenarbeit

Im Zuge der Snowden-Enthüllungen über die Zusammenarbeit des militärischen Abhördienstes (FRA) in Schweden und dem US-Geheimdienst NSA sind weitere Details bekannt geworden.

Die FRA soll Kommunikation, die auf Schwedisch geführt wurde, für die NSA analysiert haben, berichten schwedische Medien. Derzeit handle es sich dabei vor allem um Personen mit schwedischem Hintergrund, die in Kriegsgebieten kämpfen oder die sich in terroristischen Trainingslagern aufhalten würden. Bei solchen Personen sei die gemeinsame Analysearbeit mit der NSA „völlig legitim“, sagte Fredrik Wallin, Sprecher der FRA, der Nachrichtenagentur TT.

Der Geheimdienstexperte Wilhelm Agrell befürchtet allerdings, dass diese FRA-Zusammenarbeit ungeahnte Folgen für schwedische Staatsbürger haben könnte. Im Extremfall könnten Drohnenangriffe seitens der USA und gesetzwidrige Hinrichtungen folgen, so Agrell. Der Geheimdienstexperte könne allerdings nicht klar beurteilen, ob die Zusammenarbeit mit der NSA gegen schwedisches Recht verstößt.

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