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(Publicerat igår kl 17.16)
"Jihad Jane"

Zehn Jahre für geplantes Attentat auf Lars Vilks

Publicerat tisdag 7 januari 2014 kl 16.08
"Auf die Hintermänner schauen"
(5:22 min)
Colleen R. LaRose, bekannt als "Jihad Jane", und Lars Vilks Foto: TT Foto: Linus Sundahl-Djerf/TT

Die als ”Jihad Jane” bekannte Amerikanerin Colleen LaRose ist wegen eines geplanten Attentats auf den schwedischen Künstler Lars Vilks zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Vilks hatte 2007 mit der Darstellung des Propheten Mohammed als Hund Hass auf sich gezogen und war seither mehrfach Attentaten ausgesetzt. Das Urteil des Gerichts in Philadelphia sei „streng“ ausgefallen, kommentierte Vilks den amerikanischen Richterspruch. Jüngste Versuche der schwedischen Justiz, Drahtzieher mutmaßlicher Anschlags-Pläne dingfest zu machen, waren dagegen glücklos verlaufen.

Seit Vilks den Propheten erstmals als schwanzwedelnden Vierbeiner porträtierte, gilt er unter Islamisten in- und außerhalb Schwedens als Hassobjekt. Seinetwegen werden Ausstellungen boykottiert oder gar nicht erst eröffnet; sein Haus wurde niedergebrannt, und 2011 sollen drei Männer in Göteborg vorgehabt haben, ihn zu ermorden – was man ihnen vor Gericht allerdings nicht beweisen konnte. Bei Colleen LaRose liegt der Fall anders: Die Amerikanerin hat gestanden. Die als labil geltende Frau gab zu, im Internet in Kontakt zu Islamisten gekommen zu sein, später Gelder für Terroristen gesammelt und von ihnen den Mordauftrag gegen Vilks erhalten zu haben. Zur Vorbereitung der Tat reiste sie 2009 nach Europa, bei der Rückkehr wartete schon die Polizei. „Mit Blick auf ihren Hintergrund und ihre Inkompetenz kann man wohl sagen, sie wäre ohnehin nicht imstande gewesen, die Tat auszuführen“, so Lars Vilks. Ohne Geständnis hätte LaRose mit lebenslänglich rechnen müssen, ihre Kooperationsbereitschaft  brachte ihr stattdessen die relativ milden zehn Jahre ein. Dies sei gleichwohl ein sehr hartes Strafmaß für „Jihad Jane“, so Vilks: „Sie hat ihr Leben lang große psychische und soziale Probleme gehabt, zunächst einmal hätte man wohl versuchen sollen, diese Probleme anzugehen.“

Die Drahtzieher sehen

Allerdings, so Vilks, dürfe man Colleen LaRose nicht als „unschuldiges Dummchen“ und ihre Pläne als Hirngespinste abtun. Schließlich habe sie mehrfach versichert, es durchaus ernst gemeint zu haben. Das betont auch der Terrorismus-Forscher Magnus Ranstorp. Vor allem, mahnt er, dürfe man sich vom Medienrummel um „Jihad Jane“ nicht den Blick auf die Drahtzieher verstellen lassen: „Sie selbst ist eine Art tragikomische Figur, sie suchte nach einer Identität, ließ sich manipulieren. Gleichzeitig gab es offenbar Personen, die wohl Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Qaida hatten und sie dazu brachten, die Tat zu planen.“ Mehrere dieser Verbindungen, so die zu einer Kontaktperson namens „Eagle Eye“, seien aber im Prozess im Dunklen geblieben. „Die amerikanischen Behörden haben da nicht sonderlich viele Informationen herausgerückt“, so Ranstorp. Auch in Terrorismus-Prozessen in Europa blieben entsprechende Hintermänner oft schemenhaft. So wurde auch der Selbstmord-Attentäter Taimour Abdulwahab, der sich im Dezember 2010 in Stockholm mit einer Bombe umbrachte, lange als amateurhafter Einzeltäter abgetan.

Glücklose Staatsanwältin

Colleen LaRose wird von den angesetzten zehn Jahren Freiheitsstrafe nun letztlich nur rund die Hälfte der Zeit absitzen müssen; die bereits in Haft verbrachten Jahre werden ihr angerechnet. Im Vergleich zum schwedischen Rechtssystem seien zehn Jahre für die Vorbereitung einer terroristischen Tat dennoch eine hohe Strafe, so wie das amerikanische System grundsätzlich höhere Strafen verhänge, betont die schwedische Staatsanwältin Agnetha Hilding Qvarnström. Hier zu Lande muss man für die Vorbereitung einer terroristischen Straftat laut Hilding Qvarnström mit vier bis fünf Jahren Gefängnis rechnen. Dass dies in der Praxis einfacher gesagt als getan ist, hat Qvarnström selbst leidvoll erfahren müssen: Drei von ihr wegen versuchten Mordes an Lars Vilks angeklagte junge Muslime aus Göteborg wurden 2011 und 2012 in erster und zweiter Instanz freigesprochen. Zwar hatte die Staatsanwältin belegen können, das die Männer sich abgesprochen und versucht hatten, mit falschen Papieren ein Auto zu mieten; bei der Verhaftung führten sie Messer mit sich. „Aber wenn ein Verbrechen nicht vollendet worden ist, ist die Beweislage immer schwieriger“, so Hilding Qvarnström. Zweifelsfrei nachweisen können habe sie seinerzeit den Männern den Mordvorsatz jedenfalls nicht – und ein Geständnis, wie im aktuellen Fall „Jihad Jane“, habe es ebenso wenig gegeben. Möglicherweise geht das schwedische Rechtssystem mit mutmaßlichen Terroristen zudem milder um als das amerikanische? Dazu möchte die Staatsanwältin keine Meinung äußern. „Verwunderlich“ findet sie allerdings einen schwedischen Fall aus dem Jahr 2010: Damals wurde ein des Terrorismus Angeklagter ebenfalls in zweiter Instanz freigesprochen. Und das, obwohl er nachweislich ein Selbstmordrattentat angekündigt sowie zur Ausbildung in ein Terror-Camp nach Somalia gereist war.

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