Lundsberg steht schon länger wegen Mobbing und Gewalt in den Schlagzeilen
Mobbing und Gewalt an der Elite-Schule

Lundsberg-Prozess eingeleitet

An diesem Mittwoch hat am Amtsgericht Karlstad der Prozess gegen neun Schüler und einen Angestellten des Elite-Internats Lundsberg begonnen. Zwei der Angeklagten wird fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Die anderen müssen sich wegen widerrechtlicher Drohung, Belästigung beziehungsweise der Beihilfe dazu verantworten. Sämtliche Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.

Hintergrund des Verfahrens ist ein aus dem Ruder gelaufenes Einführungsritual, das die älteren Angeklagten mit ihren jüngeren Mitschülern durchgeführt haben sollen. Dabei waren einem 14-jährigen Schüler im August letzten Jahres mit einem heißen Bügeleisen Verbrennungen 2. Grades auf dem Rücken zugefügt worden. Der angeklagte Internatsbetreuer soll von den Plänen, jüngere Mitschüler mit einem Bügeleisen zu bedrohen, gewusst und die Erlaubnis dafür gegeben haben.

Nach dem Bekanntwerden des Vorfalls hatte die Schulaufsichtsbehörde das traditionsreiche Elite-Gymnasium schließen lassen, da sie es als erwiesen ansah, dass Schüler dort systematisch erniedrigt und misshandelt würden. Das Verwaltungsgericht entschied jedoch, dass die Behörde für diesen Schritt keine Befugnis habe und erlaubte den Weiterbetrieb der Schule. Das Berufungsverfahren in dieser Frage läuft noch.

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