Niclas Hammarström und Magnus Falkehed am Flughafen in Beirut
Nach über 6 Wochen in Gefangenschaft

Entführte Journalisten auf dem Weg nach Hause

Die am Mittwoch, nach einer über sechswöchigen Entführung in Syrien, freigekommenen schwedischen Journalisten Magnus Falkehed und Niclas Hammarström sind wieder auf dem Weg in ihre Heimat. Am späten Donnerstagnachmittag sind sie am Stockholmer Flughafen Arlanda eingetroffen.

In Interviews mit mehreren schwedischen Medien beschreiben der Reporter und der Fotograf die Behandlung durch ihre syrischen Entführer als extrem hart. Sie seien in einem Keller eingesperrt gewesen und mehrmals mit verschiedenen Gegenständen geschlagen worden. Auch Scheinhinrichtungen und Drohungen mit Waffengewalt seien vorgekommen. Da sie die ganze Zeit über gemeinsam eingesperrt waren, hätten sie sich aber gegenseitig unterstützen können, so Hammarström gegenüber dem Schwedischen Fernsehen.

Über die Verhandlungen, die letztlich zur Freilassung der beiden Journalisten führten, ist weiterhin wenig bekannt. Die meisten Beteiligten und auch die schwedischen Medien halten sich mit der Berichterstattung zurück, um die Situation für andere Gefangene und mögliche zukünftige Opfer von Entführungen nicht zu verschlechtern. Falkehed und Hammarström waren Ende November in Syrien verschleppt worden. Die beiden erfahrenen Journalisten waren in dem Bürgerkriegsland ohne Auftrag einer Redaktion unterwegs.

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