Die neuen U-Bahn-Stationen kommen
Volkswirtschaftlich kein gewinnbringendes Projekt

U-Bahn-Ausbau kostet mehr als er einbringt

Der im November vergangenen Jahres beschlossene Ausbau des Stockholmer U-Bahn-Netzes ist volkswirtschaftlich ein Verlustgeschäft. Dies geht aus vorläufigen Kalkulationen zu dem Großprojekt hervor.

Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, würde der volkswirtschaftliche Nutzen des Ausbaus, beispielsweise in Form kürzerer Fahrzeiten für Pendler oder positiver Umwelteffekte, die Baukosten in Höhe von umgerechnet gut 2,8 Milliarden Euro nicht aufwiegen. In diese Summe seien außerdem die höheren Betriebskosten nach Fertigstellung der neuen Strecken noch gar nicht eingerechnet. Zudem sei es äußerst fraglich, ob die akuten Verkehrsprobleme in Stockholm durch das Projekt überhaupt gelöst werden könnten.

Verkehrswissenschaftler kritisieren nun die Regierung, die vor dem Beschluss allein einen teuren Ausbau der U-Bahn untersuchen ließ und keine anderen Lösungsvorschläge in Betracht zog. Die jetzigen Berechnungen sprächen dafür, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit billigere Alternativen gegeben hätte. Bei den Planungen habe man aber am falschen Ende begonnen, so der Infrastrukturforscher Björn Hasselgren im Schwedischen Rundfunk.

Regierung, Provinzialverwaltung und mehrere Kommunen in der Hauptstadtregion hatten im November eine Übereinkunft getroffen, die Stockholmer U-Bahn in mehrere Richtungen zu verlängern und insgesamt neun neue Stationen zu bauen. Parallel dazu sollen auch 78.000 neue Wohnungen entstehen.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".