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Ralph Fiennes in „The Invisible Woman“ als Charls Dickens und Felicity Jones als Nelly Ternan (Foto: AP Photo/Sony Pictures Classics, David Appleby)
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Dragon Award (Foto: Simon Bordier/Göteborg International Film Festival)
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Internationales Filmfestival Göteborg

Filmfest im Westen

3:26 min

Das Filmfestival in Göteborg öffnet an diesem Freitag seine Kinos. Diesmal setzen die Organisatoren auf den Themenschwerpunkt Russland, schwedische Premieren und einen Ehrenpreis für den britischen Schauspieler Ralph Fiennes.

Jonas Holmberg, der stellvertretende künstlerische Leiter des Festivals, zeigt sich auf einer Pressekonferenz erfreut über die Bandbreite: „Wir haben alles: von experimentellen Dokumentarfilmen – in diesem Jahr zum Beispiel über Seilbahnen in Nepal – bis zu den großen Filmen, von denen die ganze Welt spricht.“

500 Filme aus 80 Ländern

Bis zum 3. Februar zeigt das Internationale Filmfestival an der schwedischen Westküste rund 500 Filme. „Nånting måste gå sönder“ (Etwas muss kaputt gehen), der neue Streifen des jungen Regisseurs Ester Martin Bergsmark, eröffnet den diesjährigen Reigen. Die künstlerische Leiterin des Festivals, Marit Kapla, stellt den Schweden vor:

„Für seinen ersten Spielfilm ‚Maggie vaknar på balkongen‘ ist er im Jahr 2008 mit dem schwedischen Filmpreis – dem Goldkäfer – ausgezeichnet worden. Sein Film ‚Pojktanten‘ hat einen Ehrenpreis bekommen. Und der neue ‚Någonting måste gå sönder‘ ist eine Adoleszenz- und Liebesgeschichte. Er handelt vom Leben im Grenzland zwischen den geschlechtlichen Identitäten.“

Plakat von Pussy Riot

Das Werbeplakat des Festivals ist in diesem Jahr ein Entwurf des russischen Künstlerkollektivs Pussy Riot. Für das Schwerpunktthema russischer Film stehen Dokumentarfilme, Spiel- und Kurzfilme, sowie Seminare auf dem Programm. Jonas Holmberg: „Auch wenn noch immer echte Meisterwerke in der russischen Filmtradition entstehen, das kulturelle Klima in Lande Putins wird immer härter. Das merkt man auch in der Filmindustrie, dort wird von Oben beordert. Demokratie und Transparenz glänzen mit Abwesenheit. Im Filmprogramm greifen wir auch mehrere hochaktuelle Fragen des heutigen Russland auf.“

Das Göteborger Filmfestival macht in diesem Jahr auch auf die Situation der Roma in Europa aufmerksam. Es zeigt sowohl Werke von Roma-Regisseuren als auch Filme, die dem Kulturgut der Roma huldigen.

Gefeierter Besuch

Der Ehrenpreis – Honarary Dragon Award – wird dem britischen Schauspieler Ralph Fiennes zuerkannt. Er erlebte 1993 seinen Durchbruch mit „Schindlers Liste“ und ist insbesondere bei jüngeren Kinogängern als der düstere Antagonist von Hary Potter, Lord Voldemort, bekannt. Seit einigen Jahren arbeitet Fiennes auch als Regisseur. In seinem neuesten Werk, „The Invisible Woman“ spielt er und führt Regie. Fiennes kommt zur Eröffnung des Filmfestivals und holt sich bei dieser Gelegenheit auch seinen Preis ab, was Marit Kapla besonders freut:

„Ralph Fiennes ist einer von diesen Schauspielern, deren bloße Gegenwart einem Film diese Magie gibt, die so viele von uns suchen. Es wird bestimmt sehr interessant, wenn er in einem Seminar erläutert, was man als Schauspieler tut, damit das Publikum sich mit einem identifiziert. Ich finde, ihm gelingt das ganz ausgezeichnet!“

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