Auf der Kockums-Werft in Karlskrona waren viele Arbeiter früher Asbeststaub ausgesetzt
Werftarbeiter in Blekinge betroffen

Asbest Ursache für Häufung von Brustfellkrebs-Fällen

In der südschwedischen Provinz Blekinge erkranken jedes Jahr überdurchschnittlich viele Menschen an Brustfellkrebs, Pleuramesotheliom. Grund dafür ist der Asbeststaub, dem viele Angestellte der Schiffs- und U-Boot-Werft in der Provinzhauptstadt Karlskrona in den 1970er-Jahren ausgesetzt waren.

Ärzte der Einheit für Arbeits- und Umweltmedizin in Lund konnten jetzt konstatieren, dass zwischen der Verwendung von Asbest auf der Werft und dem gehäuften Auftreten der Krankheit ein direkter Zusammenhang besteht. Allein in den letzten beiden Jahren sind in Blekinge 13 Menschen mit der sonst ungewöhnlichen Krebsform diagnostiziert worden.

Der Gewerkschaftsvertreter Ingvar Mattisson sagte der Lokalzeitung Sydöstran, dass Angestellte der mittlerweile zum deutschen Stahlkonzern ThyssenKrupp gehörenden Werft noch heute nahezu täglich ihre Besorgnis über die Folgen der Verwendung von Asbest zum Ausdruck brächten. In Karlskrona wurde das gesundheitsgefährliche Material beim Bau neuer Schiffe eingesetzt. Seit 1975 ist es verboten.

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