Vorsicht angezeigt?
Parasiten im Trinkwasser

Gemeinde vor Gericht

In einem in Schweden bisher einmaligen Fall muss sich eine Gemeinde jetzt wegen verseuchtem Trinkwasser vor Gericht verantworten.

Am Dienstag begann der Prozess im nordschwedischen Östersund. Nach Darstellung der Anklage hatte Nachlässigkeit seitens der Gemeinde Östersund vor drei Jahren dazu geführt, dass an die 30.000 Menschen infolge des Parasitenbefalls erkrankten. Die Gemeinden müssten aber auf solche möglichen Verunreinigungen eingestellt aber sein und die Situation bewältigen können. Laut Vorschrift seien die Gemeinden verpflichtet, sauberes und gesundes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.

Die Verhandlungen dauern bis zum Donnerstag an. Laut Experten kann das Urteil große Bedeutung für die Behandlung künftiger ähnlicher Fälle erlangen. Die Ursache des Parasitenfalls vor drei Jahren ist nach wie vor nicht restlos geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass in den See Storsjön, aus dem das Trinkwasser gewonnen wird, Abwasser geflossen war. Die Gemeindebewohner hatten das Leitungswasser drei Monate lang abkochen müssen. 

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