Jihadisten in Jabhat al-Nusra, Syrien
Rückkehrer aus Syrien

"Die meisten planen keine Attentate"

Der Generaldirektor der schwedischen Geheimpolizei Säpo, Anders Thornberg, hat sich besorgt über die  wachsende Zahl schwedischer Jihadisten geäußert, die nach Syrien reisen, um dort zu kämpfen.

Auf der nationalen Verteidigungskonferenz "Folk och försvar" im nordschwedischen Sälen sagte Thornberg, die Intensität der derzeitigen Reise-Welle nach Syrien unterscheide sich merkbar von früheren vergleichbaren Bewegungen. "In kurzer Zeit sind sehr viele Personen ausgereist, und für eine Abschwächung dieser Tendenz sehen wir keinerlei Anzeichen."

Laut Säpo-Einschätzung haben sich mindestens 75 Jihadisten aus Schweden nach Syrien begeben. Eine Absage erteilte Thornberg verschiedenen, in anderen Ländern angedachten oder angewandten Methoden, dergleichen Reisen zu stoppen, so mit der Kriminalisierung der Teilnahme an Terror-Camps oder der Aberkennung der Staatsbürgerschaft nach der Rückkehr. "Aus der schwedischen Sicht dessen, was eine offene demokratische Gesellschaft bedeutet, wäre dies fremd", betonte er.

Die Säpo konzentriere sich bei ihrer Ermittlungsarbeit gegenüber Rückkehrern darauf, festzustellen, ob diese Attentate planten oder auf andere Weise, so durch Finanzierung oder Rekrutierung, potenzielle terroristische Aktivitäten unterstützten. "Wir arbeiten also nur mit Informationen, die auf potenzielle Terrorverbrechen laut schwedischer Gesetzgebung hindeuten." Die Polizeimaßnahmen müssten zu den erhaltenen Informationen im Verhältnis stehen. "Nach unserer derzeitigen Einschätzung", so Thornberg, "planen die meisten Rückkehrer keine Attentate in Schweden.“

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