Vorsicht angezeigt? (Foto: Anders Wiklund/Jurek Holzer/Scanpix)
Nach Pisa-Pleite

"Gesundheitswesen wird nächster Krisenherd"

Schwedens Politiker nehmen die Krise des Gesundheitswesens nicht ernst genug. Dies könne auf längere Sicht zu einem ebenso bösen Erwachen führen wie kürzlich nach dem für Schweden katastrophalen Pisa-Bericht über die Leistungen schwedischer Schüler, schreibt Anders Blanck, Chef der Branchenorganisation der Pharmazieunternehmen, LIF, in einem Gastartikel in der Tageszeitung Dagens Nyheter.

Mit Blick auf die Parlamentswahlen im September verweist Blanck auf eine von seiner Organisation in Auftrag gegebene Novus-Untersuchung. 75 Prozent der Befragten sehen das Gesundheitswesen demnach als eine der wichtigsten Wahlkampffragen. Gleichzeitig werde über die stete Verschlechterungen der Qualität des Gesundheitswesens keine seriöse politische Diskussion geführt.

Laut dem Ende 2013 veröffentlichen Gesundheitskonsumenten-Index (EHCI), der 35 europäische Länder aus Sicht der Patienten vergleicht, ist Schweden seit 2012 von Platz 6 auf Platz 11 zurückgefallen. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre fiel Schweden zudem bezüglich der durchschnittlichen Lebenserwartung im OECD-Vergleich von Platz 4 auf Platz 8.

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