Verspätungen sind nichts Außergewöhnliches (Foto: Scanpix).
Schienenverkehr

Grüne wollen Zugverkehr wieder verstaatlichen

Angesichts der massiven Probleme in Schwedens Schienenverkehr wollen die Grünen sämtliche Verantwortlichkeiten wieder dem Staat übertragen. 

Es sei angezeigt, dass die Staatsbahn SJ das Zepter übernehme, sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Partei, Karin Svensson Smith, der Tageszeitung Dagens Nyheter. Vonnöten sei ein Betreiber, der "Verantwortung für das Ganze" übernehme. Die Aufteilung des Bahnbetriebs unter verschiedenen privaten Betreibern müsse aufgehalten werden, ehe es zu spät sei.

Schweden hatte als eines der ersten Länder Europas die Privatisierung der Bahn weit vorangetrieben. In den vergangenen Jahren waren Mängel wie die weit verbreitete Unpünktlichkeit der Züge immer wieder hart kritisiert worden. Für Aufsehen in jüngster Zeit sorgten mehrere Zugentgleisungen infolge unzureichend gewarteter Schienen.

Infrastrukturministerin Catharina Elmsäter-Svärd von den Konservativen wies den Grünen-Vorschlag zurück. Eine Rückkehr zu den Zeiten des SJ-Monopols sei "nicht wünschenswert und wohl auch juristisch nicht möglich". Anders Ygemann, sozialdemokratischer Vorsitzender des Verkehrsausschusses, nannte den  Vorschlag "schwer durchführbar". Denkbar sei jedoch die Einführung eines Systems, wonach ein Betreiber mit Schienennetz, Bahnhöfen und Zügen jeweils die Gesamtverantwortung für eine bestimmte Strecke übernehme.

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