Die Schweizer Bürger dürfen über den Kauf von 22 schwedischen Kampfjets abstimmen
Volksabstimmung in der Schweiz

Saab plante Ausbildung für Gripen-Unterstützer

Der schwedische Rüstungskonzern Saab engagiert sich intensiv für einen Kauf von Jas-Gripen-Kampfflugzeugen durch die Schweiz. Für Mitarbeiter der schweizerischen Ja-Kampagne hatte Saab eine spezielle Ausbildung geplant.

Diese sollte aus zwei Treffen, einem in der Schweiz und einem am Hauptsitz des Unternehmens im schwedischen Linköping, bestehen. Flugtickets und Unterbringung hatte Saab aus eigener Tasche bezahlen wollen. Die Angaben stammen aus einem Protokoll einer geheimen Sitzung im schweizerischen Verteidigungsministerium, das dem Schwedischen Rundfunk vorliegt. Ein Saab-Sprecher bestätigte, dass es solche Pläne gegeben habe, teilte jedoch gleichzeitig mit, dass der Kurs inzwischen abgesagt sei.

Die mögliche Einmischung des schwedischen Rüstungskonzerns in die Kampagne vor der Volksabstimmung über den Gripen-Kauf ist in der Schweiz ein heißes Eisen. Bereits in der vergangenen Woche hatten Berichte über eine finanzielle Unterstützung der Ja-Seite durch Saab für Wirbel gesorgt. Das Unternehmen hat diese allerdings nicht bestätigt. Man werde nur einzelne von den Gripen-Befürwortern bestellte Vorträge zum Thema halten, erklärte der Saab-Sprecher. Die Volksabstimmung über den anvisierten Kauf von 22 schwedischen Kampfjets wird voraussichtlich am 18. Mai stattfinden.

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